Die Nutzung generativer KI im Studium und Forschung erfordert eine nachvollziehbare Kennzeichnung und Dokumentation, um sowohl die eigene Arbeitsweise transparent zu halten als auch wissenschaftlichen Standards gerecht zu werden.
Werden Texte mit KI-Tools generiert, müssen sie stets als solche ausgewiesen werden, sonst kann die Einstufung als Täuschungsversuch drohen. Auch wenn die Regelungen für die KI-gestützte Literaturrecherche oft weniger strikt sind, empfiehlt sich auch hier die klare Offenlegung des Einsatzes, vor allem wenn die KI bei zentralen Arbeitsschritten wie der Literaturauswahl oder der Dokumentenanalyse zur Anwendung kam.
Entscheidend ist, dass die wissenschaftliche Arbeit eine eigenständige Leistung bleibt, bei der Studierende und Forschende die Verantwortung für Inhalt und Korrektheit tragen. Da die Anforderungen zwischen Disziplinen und Lehrstühlen variieren, sind stets die Vorgaben der betreuenden Dozierenden und des Fachbereichs zu beachten.
Die folgenden Ausführungen sollen lediglich als Orientierungshilfe dienen und können sowohl einzeln als auch kombiniert verwendet werden:
Die Richtlinien verbreiteter Zitationssysteme (APA, MLA, Chicago Style) bieten Orientierung, um KI-generierte Passagen als direkte oder indirekte Zitate kenntlich zu machen.
Zweck:
Beispiel im APA Style aus folgendem APA-Artikel:
In der Einleitung, dem Methodenteil oder in Fußnoten lässt sich erläutern, wie KI in einzelnen Phasen des Forschungsprozesses (z. B. Literaturrecherche, Ideenfindung, Textgenerierung oder Textüberarbeitung) zum Einsatz kam.
Zweck:
Beispiel Dokumentation des KI-Einsatzes bei der Forschungsfrage:
Eine kurze Erläuterung, wie KI den Forschungsprozess beeinflusst hat, kann im Schlussteil der Arbeit stehen. So kann die KI-Unterstützung richtig eingeordnet und auf mögliche Limitationen hingewiesen werden.
Zweck:
Beispiel im Fazit/Diskussionsteil:
Eine separate Dokumentation im Anhang ermöglicht eine strukturierte Übersicht über den KI-Einsatz, etwa in tabellarischer Form mit Angaben zu Arbeitsschritt, genutztem Tool und Ergebnis.
Zusätzlich sollten KI-generierte Inhalte lokal gespeichert werden, um sie später nachvollziehen zu können. Dies ist besonders bei längeren Prozessen wichtig, wo sonst der Bezug zum ursprünglichen Input verloren gehen könnte.
Zweck:
Beispiel