(vormals: Institut für Ostbairische Heimatforschung)
| Standort: | Im Magazin der Universitätsbibliothek Passau |
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| Nachweis: | Alle Bücher und Medien sind im Bestandsverzeichnis der Universitätsbibliothek Passau, dem Passauer Suchportal, nachgewiesen. |
| Lokalkennzeichen: | 280, 750 |
| Ausleihe | Bestellung über das Passauer Suchportal, nach Bereitstellung (spätestens nächster Arbeitstag) Auslage im Abholbereich der Zentralbibliothek, Verbuchung am gegenüberliegenden Ausleihschalter |
| Leihfrist: | für Studierende und Stadtbenutzer/-innen: 2 Wochen; für Universitätsmitarbeiter/-innen: 4 Wochen. |
| Ansprechpartner: | Keyvan Djahangiri |
Die Instituts-Bibliothek wurde im Jahre 1926 mit dem Ziel gegründet, die historische, volkskundliche, kultur- und kirchengeschichtliche Literatur über den ostbayerisch-oberösterreichischen und den angrenzenden böhmischen Raum möglichst vollständig bereit zu stellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sammlung und Erschließung des heimatkundlichen Kleinschrifttums aus der Region.
Die Bibliothek des Instituts für Kulturraumforschung Ostbaierns und der Nachbarregionen umfasst rund 30.000 Bände. Die Lokalkennzeichen 750 und Lokalkennzeichen 280 gehen auf eine frühere Zweiteilung des Bestands zurück. Die Unterscheidung diente vor allem der Kennzeichnung von Standort und Benutzungsmodus.
Die Zahl der laufend gehaltenen Zeitschriften und Jahrbücher liegt derzeit bei 140, wobei ein Großteil auf dem Weg des Tausches mit vergleichbaren Institutionen (historische Vereine, Archive, Museen, Kommissionen) in die IKON-Bibliothek kommt. Passauer Tauschobjekte sind das vom Verein für Ostbairische Heimatforschung herausgegebene Passauer Jahrbuch (früher: Ostbairische Grenzmarken) und die Bände der Schriftenreihe Neue Veröffentlichungen des Instituts für Ostbairische Heimatforschung.
Den älteren Grundstock der Bibliothek bilden einige Gelehrtenbibliotheken. Die bedeutendste unter diesen war die 1928 erworbene Büchersammlung des österreichischen Archivars und Genealogen Viktor von Handel-Mazzetti (1844-1927). Etwa 25 % des Bestandes (ca. 6.000 Bände) sind im 19. Jahrhundert erschienen. Von hohem wissenschaftlichem Wert sind die nahezu vollständigen „Verhandlungen“ der Historischen Vereine von Niederbayern (ab 1847) und der Oberpfalz (ab 1842), ebenso das Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen (ab 1848).
Der historische Altbestand (Werke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert) umfasst nur annähernd hundert Werke. Der Erwähnung wert sind davon Johannes Aventins Annalium Boiorum libri septem im Erstdruck von 1554 und Wiguleus Hundts Bayerisch Stammenbuch von 1598 mit dem seltenen, nur handschriftlich überlieferten 3. Band.
Der gesamte Bestand an Büchern und Zeitschriften ist im Online-Katalog der Universitätsbibliothek (zugänglich über das Passauer Suchportal) und damit auch im Bayerischen Verbundkatalog erfasst.
Literaturhinweis:
Ludwig Schober, Das Institut für Ostbairische Heimatforschung. Die Geschichte seiner Spezialbibliothek. In: Bibliotheksforum Bayern 14 (1986), S. 260-267.
Handbuch der Historischen Buchbestände in Deutschland, Bd. 12 (Bayern I-R), hrsg. von Eberhard Dünninger, Hildesheim 1996, S. 207.