Open Science umfasst Strategien und Praktiken, die darauf abzielen, den wissenschaftlichen Prozess mithilfe digitaler Werkzeuge transparenter, zugänglicher und wiederverwendbar zu gestalten. Durch die Öffnung von Forschungsergebnissen, -daten und -methoden sollen nicht nur Hürden im wissenschaftlichen Austausch abgebaut, sondern auch die Qualität und Reproduzierbarkeit von Forschung gesteigert werden.
Zu Open Science zählen u.a. Open Data (eng verknüpft mit dem Bereich Forschungsdatenmanagement), Open Access, Citizen Science, Open Education, Open Methodology, Open Notebook Science, Open Peer Review, Open Source.
Zu den zentralen Prinzipien gehören Transparenz, offene Kommunikation, Reproduzierbarkeit sowie die Anwendung von Standards wie den FAIR-Prinzipien (Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität, Wiederverwendbarkeit), die eine nachhaltige Nutzung von Daten und Publikationen gewährleisten.
Forschende profitieren von Open Science durch effizientere Kollaborationen, größere Sichtbarkeit ihrer Arbeit und verbesserte Validierungsmöglichkeiten, – etwa durch Reproduzierbarkeit von Analysen, transparente Peer-Review-Verfahren oder kollaboratives Identifizieren von Fehlerquellen. Zudem trägt die offene Bereitstellung von Ressourcen wie Open-Access-Publikationen oder Forschungsdaten (Open Data) dazu bei, den Transfer von Wissen in Gesellschaft und Wirtschaft zu beschleunigen. Langfristig fördert Open Science somit eine wissenschaftliche Praxis, die auf Offenheit, Austausch und Innovation setzt – sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch darüber hinaus.
Die OSI vernetzt interessierte Forschende aller Fakultäten, sammelt Erfahrungen und Bedarfe und entwickelt gemeinsam Ideen, wie Open Science aus der Wissenschaft heraus an der Universität weiter gestärkt werden kann.
Das Passauer "Methodikum - Methodologische Grundlagenforschung in den Geisteswissenschaften“ lädt herzlich zum ersten Netzwerktreffen am 15. Januar 2026 um 18 Uhr über Zoom ein.